Gespräch mit Felix Ensslin und Peter Weibel

"Der Kern der eigenen Identität"

Steiermark Kultur | aus FALTER 26/05 vom 29.06.2005

Die Schau "Zur Vorstellung des Terrors: Die RAF" in der Grazer Neuen Galerie ist eine Übernahme der Berliner Ausstellung. Kuratiert wurde sie von Klaus Biesenbach, Ellen Blumenstein und Felix Ensslin, dem Sohn der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin. Der Falter sprach mit Felix Ensslin und Co-Kurator Peter Weibel über die Möglichkeiten, eine politische Ausstellung mit Kunst zu gestalten und über die Ressentiments, die eine solche Schau provoziert.

Falter: Welche Änderungen gibt es in der Grazer Ausstellung im Vergleich zur Berliner Schau?

Peter Weibel: Der Grundbestand ist gleich geblieben. Weil wir nicht so viel Platz hatten, mussten wir einige Arbeiten (etwa Peter Friedels "Neue Straßenverkehrsordnung") aufgrund ihrer Maße ausscheiden. Dadurch haben sich aber neue Beziehungsmöglichkeiten innerhalb der einzelnen Arbeiten ergeben, so ist das hier eine Kunstausstellung, mehr noch, als sie es in Berlin war.

Felix Ensslin: In Berlin hatten wir vier Stockwerke in einer großen Halle. In diesen


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