DOLM DER WOCHE

Siegfried Nagl

Politik | aus FALTER 27/05 vom 06.07.2005

Für pseudohistorischen Stuss war bislang eigentlich eine andere Partei zuständig. Doch jetzt ist auch der ÖVP-Politiker Siegfried Nagl unter die selbsternannten Geschichtsforscher gegangen, die ihre xenophoben Thesen mit Versatzstücken aus der Vergangenheit zu untermauern versuchen. "Graz war immer das letzte Bollwerk eines westlichen Europas gegenüber den türkischen Übergriffen", dozierte der Grazer Bürgermeister, als ihn der ORF über seine Meinung zum möglichen EU-Beitritt der Türkei befragte. "Wir führen diesen Abwehrkampf heute nur mit anderen Mitteln, das ist die Diplomatie." Prompt heimste Nagl Lob von einschlägiger Seite ein: Der schwarze Stadtchef sei "innerhalb der FPÖ jederzeit herzlich willkommen", wenn er politisches Asyl suche, flötete FPÖ-Chef Heinz Christian Strache. Wer einen derartigen Schwachsinn verzapft wie Nagl, braucht sich über solche Freunde nicht wundern.


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