ÖVP

Deconstructing Figl & Raab?

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 27/05 vom 06.07.2005

Die SPÖ wollte die erste Partei sein, die ihre braunen Flecken untersucht, doch die ÖVP war schneller. Im Jahr 2002 legten die Schwarzen unerwartet und ohne großes Tamtam eine Studie des Vogelsang-Institutes der Parteiakademie vor, die sich den Besitzverhältnissen sämtlicher ihrer Immobilien seit 1945 widmete: Den Gebäuden der Bundespartei, den Wiener Bezirksparteilokalen und den Häusern ihr nahe stehender Organisationen. Das Ergebnis: Die Volkspartei habe sich nach dem Krieg zwar keinen Vorteil gegenüber ehemaligen jüdischen Besitzern verschafft. Allerdings, räumten die Historiker in ihrem Bericht ein, hätten "Teile der Partei wie alle anderen Politiker nach dem Krieg wenig Interesse an der Rückstellung jüdischen Vermögens gezeigt und von den Bemühungen der Behörden profitiert".

  Seitdem ist nicht viel passiert. Im Gegenteil: Als das profil heuer im Februar die NSDAP-Mitgliedschaft des legendären Tiroler Landeshauptmanns Eduard Wallnöfer outete, tobte dessen Schwiegersohn


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