"Der Staat muss handeln"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 27/05 vom 06.07.2005

JUSTIZ Morddrohungen in der Familie dürfen nur mit dem Einverständnis der bedrohten Frauen verfolgt werden. Justizministerin Karin Miklautsch will diese Privilegierung ehelicher Gewalt abschaffen. 

Drei Frauen laufen monatelang zur Polizei, um Morddrohungen anzuzeigen. Sie werden, wie sie es erwartet haben, ermordet. Eine Asylwerberin erzählt unter Tränen, wie sie von einem Wachmann vergewaltigt wird. Sie wird als "Negerin" bezeichnet und landet wegen Verleumdung vor Gericht. Ein Staatsanwalt behauptet, Prostituierte würden weniger unter Vergewaltigungen leiden als Bürgertöchterln. Ein Richter spricht einen Mann, der eine Frau verletzt hat, mit der Begründung frei, es habe sich um eine "türkische Umarmung" und eine "türkische Form von Liebe" gehandelt.

  Gibt es vor Gericht ein Problem mit Frauen, besonders dann, wenn sie aus dem Ausland kommen? In Kürze wird die UNO entscheiden, ob Österreichs Staatsanwälte wirklich alle Schritte setzen, um Frauen vor ihrer angekündigten


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