Robin hebt nicht ab

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 27/05 vom 06.07.2005

THEATER Robert Quitta träumt vom Fliegen: Im Hangar zeigt er "D'Annunzio über Wien". 

Der Wiener Theatermacher Robert Quitta ist dafür bekannt, dass er in den Biografien berühmter Männer - vorzugsweise Künstler - nach großen szenischen Momenten sucht, die er dann auf die Bühne überträgt. Dass Quitta früher oder später beim schillernden italienischen Dichter Gabriele d'Annunzio (1863-1938) landen würde, war zu erwarten: Der Mann war als Erotomane ebenso berüchtigt wie als glühender Nationalist und Faschist der ersten Stunde.

  Doch Quitta interessiert sich weder für den Casanova noch für den Ideologen d'Annunzio, sondern für den Flugpionier. Wie die technikbegeisterten Futuristen war auch d'Annunzio von der Idee des Fliegens fasziniert. Am frühen Morgen des 9. August 1918 startete er zu seinem kühnsten aeronautischen Unternehmen: dem Flug über Wien. Auf d'Annunzios Initiative überflog ein Geschwader der italienischen Luftwaffe die Stadt und warf Flugblätter ab, auf


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