OHREN AUF! HipHop mit Seele

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 27/05 vom 06.07.2005

Mit dem Konzeptwerk "Electric Circus" hat US-Rapper Common die Grenzen des HipHop vor drei Jahren in unterschiedlichste Richtungen überschritten; das Ergebnis faszinierte leider vor allem die Kritiker. Das von Kanye West formidabel in Szene gesetzte neue Album "Be" (Geffen/Universal) tritt jetzt wieder deutlich kürzer; in seiner konzentrierten Kompaktheit ist es aber nicht minder reizvoll als der opulente Vorgänger. Common übersetzt seine Soul-Leidenschaft in entspannte, weitgehend von Hand eingespielte HipHop-Tracks und bietet damit die momentan wohl überzeugendste Alternative zum Testosteronwahn im amerikanischen Mainstreamrap.

Prinzipiell ein (sehr) Guter ist auch der New Yorker Rapper Guru, bekannt als Kopf von Jazzmatazz und vor allem als rappende Hälfte des Duos Gang Starr. Dass er auf seinem Solodebüt "Version 7.0: The Street Scriptures" (7 Grand/Hoanzl) ohne DJ Premiers unvergleichliche Produktionen auskommen muss, ist freilich kein Vorteil, der zeitweilige Rückgriff auf


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