STREIFENWEISE

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 27/05 vom 06.07.2005

Abgesehen von seinem etwas gezwungenen Schluss und dem ziemlich blöden deutschen Verleihtitel ("An deiner Schulter") gehört "The Upside of Anger" definitiv zu den außergewöhnlichen Hollywoodproduktionen des Jahres. Joan Allen, die eine zu gute Schauspielerin ist, als dass je ein Star aus ihr hätte werden können, spielt eine nicht mehr ganz junge Frau, die mit ihren vier halberwachsenen Töchtern in einem Vorort von Detroit lebt. Seit ihr Mann eines Tages verschwunden, mit seiner kleinen Sekretärin vermutlich nach Schweden abgehauen ist, war sie keine Minute lang mehr wirklich nüchtern und lässt ihrem Frust zusehends freien Lauf. Kevin Costner, der abgehalfterte Baseballprofi von nebenan, der schon immer ein Auge auf sie hatte, bekommt das meiste davon ab, ist aber selbst ein derartiger Loser, dass ihm das kaum etwas auszumachen scheint. Irgendwann landen sie, wenig überraschend, miteinander im Bett. Überraschend hingegen ist, wie uneitel das gefilmt und vor allem gespielt ist!


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