STADTRAND

Beischlafgeräusche

Stadtleben | aus FALTER 27/05 vom 06.07.2005

Ich bin ja nicht so. Ich gönn ja den Leuten durchaus ihren Spaß. Sogar in heißen Sommernächten. Da dürfen sie meinetwegen um drei Uhr in der Früh in meiner Mariahilfer Hinterhoflandschaft Beischlafgeräusche produzieren, bis ihnen die Stimmbänder rausfallen. Und wenn sie anschließend unbedingt "Time To Say Goodbye" on heavy rotation spielen müssen - sollen sie doch. Sie dürfen auch ihre Freunde zum Grillfest einladen und bis zum Morgengrauen singen und grölen. Da hab ich gar nichts dagegen. Aber bitte nicht bei offenem Fenster! Dass der Nachbar gleich kommt (und sie dann eine halbe Stunde später) will ich nämlich gar nicht so genau wissen. Zumindest nicht, wenn es weit nach Mitternacht ist. Haben die Leute nichts Besseres zu tun? Ich jedenfalls würde eigentlich so ab halb drei, drei dann doch lieber schlafen als zuhören MÜSSEN. Wenn's vorbei ist und Andrea Bocelli auch fertig gesungen hat, könnt ihr die Fenster ja wieder aufmachen und Frischluft schnappen, Nachbarn! Aber vielleicht stört euch ja dann das Morgengezwitscher der Vögel. Immer noch besser, als die Nachbarn beim Vögeln. C. W.


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