Gelackte Chinesen

BARBARA ZEMAN | Stadtleben | aus FALTER 27/05 vom 06.07.2005

MÖBEL Bei Morton's in der Lindengasse gibt's seit neuestem auch Möbel aus China.

Mayer war einfach kein schillernder Name für einen Laden, der fernöstliche Möbel verkauft", sagt Gabi Utner, hauptberufliche Asienfetischistin im Morton's. "Morton" sei da einfach auf der Hand gelegen für Reinhard Mayer, den Besitzer, der im Zuge seiner Indienreisen auf den Namen des britischen Afrikaforschers aus dem 19. Jahrhundert stieß. Dieser Name, so hoffte Mayer, würde etwas erahnen lassen von der satten Buntheit des Geschäfts, das nach dem Modeladen Frontline das zweite Projekt des 52-Jährigen ist.

Die Einrichtungsgegenstände, die bei Morton's seit sieben Jahren zu haben sind, stammen allesamt aus Indien und Thailand, sind von Händlern aus Bangkok und New Delhi zusammengesucht, per Container nach Hamburg eingeschifft, von dort nach Wien transportiert worden und inzwischen nicht mehr nur in Lindengasse Nummer 39, sondern auch im Ladenlokal gegenüber zu bestaunen. Das neue Geschäft beherbergt

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