"Bezwinge die Zeit!"

Special | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 27/05 vom 06.07.2005

WIM VANDEKEYBUS Der flämische Extremperformer hat sein Frühwerk "Les porteuses de mauvaises nouvelles" wieder aufgenommen. Ein Gespräch über echtes Blut und gefrorene Hemden auf der Bühne und über Ängste und Träume als Quellen der Inspiration. 

Die besten Ideen für seine Performances kommen Wim Vandekeybus im Schlaf. Angesichts seiner ungeheuer kraftvollen, intensiven und energiegeladenen Aufführungen muss man davon ausgehen, dass der flämische Regisseur/Choreograf unruhige Träume hat. Gleich mit seiner ersten Performance, "What The Body Does Not Remember" (1987), hat sich Vandekeybus als Extremist, der kein Risiko scheut, einen Namen gemacht: Über die Köpfe der Akteure hinweg wurden Steine geworfen, denen sie ausweichen mussten.

  Überraschende Bilder und totaler Körpereinsatz sind charakteristische Merkmale seiner Arbeiten, die sich dennoch stark voneinander unterscheiden. Mit jedem Werk scheint der 42-jährige Vandekeybus sein Theater neu erfinden zu wollen. Film und


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