Du bist das Zelt

Special | ULLI MOSCHEN | aus FALTER 27/05 vom 06.07.2005

TANZ & POLITIK Frauen im Iran, Männer im Krieg, die Slums von Kapstadt: Helena Waldmann, Erna Ómarsdóttir und Emil Hrvatin, Vera Mantero und Robyn Orlin zeigen, dass Tanz auch explizit politisch sein kann. 

Wenn man sich mit Kommunikation beschäftigt, stößt man auf eine einleuchtende Prämisse: Es ist nicht möglich, nicht zu kommunizieren, genauso wenig wie es möglich ist, sich nicht auf die eine oder andere Weise zu verhalten oder dieser oder jener Stellungnahme zu entziehen. In diesem Sinne hat jedes Verhalten und jede Form von Ausdruck auch einen politischen Aspekt. Der Tanz ist davon natürlich auch nicht ausgenommen.

  Es gibt verschiedene Ebenen, auf denen man das Politische im Tanz verorten kann. Da ist zum einen der Körper, der eine Schnittstelle darstellt zwischen der Natur und der symbolischen Ordnung einer Kultur. Da ist die Bühne, auf der Wahrnehmungssysteme, Identitätsmodelle und Körperbilder reflektiert und gleichzeitig generiert werden. Und da ist das Kunstsystem,


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