PARIS IN WIEN

Klassik - radikal genial

Special | ELFI OBERHUBER | aus FALTER 27/05 vom 06.07.2005

Streicher im Dunkel, sanft, leise. Eine Frauenstimme. Allein der Klang des polnischen Gedichts genügt, um zu verstehen. Im aufgehenden (Sonnen-)Licht schwebt eine Tänzerin auf zwei Tänzern, weiß, metallen, rein. Das Wort "Bird" fällt. Die Stimme flüstert, ist traurig. Elektronik bricht ab, der Tanz fängt durch Nehmen und Geben auf. Elektronische Pirouetten lassen erschauern. "Ekstase, Ekstase." Die Tänzerin vertraut den Tänzern, zwischen und auf ihnen, "ihre" Stimme träumt. Akkordeon - Schlagwerk, "brrrrrrr". Und "Bird" gleitet weiter ins sternenklare Ungewisse.

  Mit der umwerfenden Post-Modern-Poesie von Trisha Browns "O zlózóny / O composite" beehrt das Pariser Opernballett Wien. Es basiert auf einem abstrakten, mit den Tänzern entwickelten Bewegungsvokabular. Technisch ausgeklügelt "fließt" es, sich einzig eng an Laurie Andersons Klänge (eine Auftragskomposition) klammernd, stetig dahin. "O zlózóny / O composite" ist nicht das einzige Auftragswerk einer Starchoreografin


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