Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

Wir vom Falter reden nicht mit jedem; aber alle reden mit uns. Das erklärt auch eine kleine redaktionelle Aberration, die sich in diese Kolumne einschleicht: das Einrücken eines Bildes nämlich. Ich dachte, Sie sollten dieses kleine Bild sehen. Der Mann im Vordergrund, von dem wir nur den Rücken sehen, ist Raimund Löw, und er stellt Mr. Bush gerade eine ausführliche Frage, die dessen Berater dazu bringt, sich erschreckt mit der Hand an den Mund zu fahren. Löw fragt gerade danach, was mit der Einstellung der USA zu den Menschenrechten passiert ist, vor allem in Bezug auf Guantánamo, und Präsident Bush sagt: "First of all, I appreciate that question, and I understand we - those of us who espouse freedom have an obligation, and those who espouse human rights have an obligation to live that to those - live up to those words." Undsoweiter.

  Ich erwähne das vor allem, weil ich hier ein Lob des freien Mitarbeiters singen möchte. Es ist nicht nur die angestellte Redaktion, welche die Qualität dieses Blattes ausmacht. Nein, es sind auch die regelmäßigen Beiträge von außen. Diesmal zeigen sich im Heft aus traurigem Londoner Anlass neben Löw auch Robert Rotifer und Robert Misik mit Reportagen und Analysen (Seite 8-15). Patricia Mussi bittet einen der einflussreichsten, aber unauffälligsten Journalisten des Landes, APA-Chefredakteur Wolfgang Mayr, zu dessen Abschied zum Interview (Seite 21). Die Kommentare von Doris Knecht rufen regelmäßig starke Reaktionen hervor (Seite 20), die Texte von Erich Klein (diesmal über Elias Canetti, Seite 52) und Jan Tabor (endlich wieder ein Baukasten, Seite 61) schmücken den Kulturteil so wie die Stadtreportagen von Wolfgang Paterno (Seite 66) das Stadtleben.

  Über den Vorzügen der freien wollen wir aber nicht die der angestellten Redakteurinnen vergessen. Hier gibt es Neues zu melden. Nämlich eine redaktionsinterne Rochade: Julia Ortner übernimmt den freien Job in der Politikredaktion, Martina Stemmer wird Redakteurin im Stadtleben.

  


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