VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

Ja, klar, 100 Jahre Ernst Bloch wäre vor 20 Jahren ein Thema gewesen. War, wie 80 Jahre Canetti, ein Thema gewesen. Wir hatten auch ein prima Gespräch zwischen zwei ehemaligen Mitarbeitern des Philosophen, Burghart Schmidt und Beat Dietschy, und ein Klassefoto des alten Bloch (siehe unten).

  Dann aber fiel mein Auge auf eine unscheinbare Notiz auf der Leserbriefseite. Basta, die Illustrierte zweier gewisser Brüder Fellner, berichtete: "...wird auch der Falter, Wiens einzig echte Stadtzeitung, vor die Überlebensfrage ,Sein oder Nichtsein' gestellt. Nach letzten Informationen aus der Falter-Redaktion fehlen dem Alternativ-Verlag angeblich mehr als fünf Millionen. Während die beiden besten linken Zeitungen (die andere war die AZ, Anm.) im Land also mit sehr viel Lesersympathie ums Überleben kämpfen..."

  Klage? Wo denken Sie hin! Damals ging man gegen sowas mit ein paar kursiven Sätzen vor: "Nach letzten Informationen aus der Basta-Redaktion haben sich die Brüder Fellner angeblich scheiden lassen. Einer soll mit der Kassa davon sein, der andere gründet dem Vernehmen nach in Bangkok eine Spezialzeitung für Touristen, wobei ihn Exminister Sekanina möglicherweise beraten soll, wie man gehört haben will. Man weiß nur noch nicht, welcher Bruder was macht. Basta selbst hat, wie man hört, eine zweimonatige Sommerpause vor sich und erscheint, einem on-dit zufolge, im Herbst nicht mehr. Viel Lesersympathie wird da verloren gehen." A.T.


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