HERO DER WOCHE

Franz Vranitzky

Politik | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

Die letzten Roten mit Gewissen müssen sich in den Krankenstand begeben, weil sie im Parlament nicht für "Heilbehandlungen" von "Asylwerbern" stimmen wollen. SP-Chef Alfred Gusenbauer diente sich der schwarz-orangen Koalition ausgerechnet im Asylwesen an. Weil er glaubt, damit Stimmen maximieren zu können? Es gab einmal einen Parteivorsitzenden, der die Abgrenzung zur FPÖ als sozialdemokratische Pflicht sah. Was sagt Franz Vranitzky heute zum Zustand seiner Partei? "In der Politik geht es darum, sich zu Grundsätzen zu bekennen", mahnt der Altkanzler in der Tiroler Tageszeitung. Wenn sich die SPÖ in der Asylfrage Richtung BZÖ bewege, "werde dies vom Wähler als Taktik erkannt und nicht gutgeheißen. Ein solcher Schwenk vertreibt mehr Wähler, als er bringt." Gusenbauers Zukunft? Der müsse sich beim Wahlkampf nun "besonders anstrengen", damit er einmal Kanzler wird, glaubt Vranz.


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