Ein islamischer Bürgerkrieg

Politik | RAIMUND LÖW | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

Londoner Attentate Die Bomben auf Bus und U-Bahn sollen nicht die "westliche Lebensart" treffen. Eine faschistisch-islamistische Bewegung richtet sich gegen den Einfluss der USA im Nahen Osten - und gegen das restliche Spektrum des Islam. 

Osama is back", titelt der Londoner Standard am Tag nach den Bomben. Die Welle von Attentaten gegen die Zivilbevölkerung bleibt nicht auf die Schauplätze Bagdad und Istanbul, Jakarta oder Jerusalem beschränkt. Wer hoffte, das Blutbad in Madrid vor einem Jahr sei ein singuläres Ereignis gewesen, hat geirrt. Die westliche Welt muss sich darauf einstellen, dass politisch-religiös motivierte Gewalt für längere Zeit Teil ihrer Realität bleiben wird.

  Ob eine zentral gelenkte Organisation die Bomben in der Londoner Underground angeordnet hat, ist unwesentlich. Auch ohne Infrastruktur ist El Kaida zu einem ideologischen Bezugspunkt für islamischen Fundamentalismus geworden. Bin Laden selbst mag weitgehend ausgeschaltet sein. Doch niemand wagt ernsthaft


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