Kommentar

Morak vs. Mailath: Schlacht um Wien

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

Kulturpolitik kann ziemlich kindisch sein. Wenn der Mailath-Andi zum Beispiel ein neues Spielzeug hat, will der Morak-Franzi es kaputtmachen. Jüngster Fall: das Wiener Theater Gruppe 80. Die Mittelbühne in der Gumpendorfer Straße ist die erste Bühne, die im Zuge der Wiener Theaterreform neu besetzt wurde. Nachdem Helga Illich und Helmut Wiesner die Leitung zurückgelegt hatten, wurde das Theater einem Verbund von drei freien Gruppen (Theater Kinetis, L.U.S.Theater, urtheater) zugesprochen, die das Haus unter neuem Namen (Theater an der Gumpendorfer Straße, kurz TAG) ab Anfang 2006 gemeinsam betreiben werden.

Weil die neuen Leiter viel vorhaben (sechs statt bisher vier große Produktionen, dazu Sonderprojekte, Gastspiele etc.), hat die Stadt Wien die Förderung von bisher 580.000 Euro auf 730.000 Euro erhöht; schließlich besteht ein Ziel der Theaterreform ja darin, zwar weniger Theater bzw. Projekte als bisher zu fördern - die dafür aber ausreichend.

Das Problem ist nur, dass man


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