Rund um die Burg

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

THEATER Moderne Bühnenbilder, ernste Stoffe, mitunter sogar Regie: Das Sommertheater ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Fünf Aufführungen im "Falter"-Sommertheatertest. 

Die Probleme mit dem Sommertheater fangen schon bei dem Begriff an: Nicht jedes Theater, das im Sommer stattfindet, ist automatisch Sommertheater. Zu den herkömmlichen Merkmalen gehören ein ungewöhnlicher Spielort (Burgen, Schlösser, meist open air), die eingeschränkte Stückauswahl (nur Komödien, meist von Nestroy) und der biedere Inszenierungsstil (Regietheaterverbot!). Im strengen Sinne entspricht keine der fünf vom Falter getesteten Aufführungen dem klassischen "Reinheitsgebot" des Sommertheaters. Das seltsame Genre ist offensichtlich in Bewegung - wohin es sich entwickelt, ist allerdings nicht immer leicht zu erkennen.

Tartuffe

Die Sommerspiele Perchtoldsdorf haben seit drei Jahren einen neuen Intendanten namens Wolfgang Löhnert, der vor den Premieren zwar unterwürfig die anwesende Politprominenz


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