OHREN AUF! Fuck Funk

Kultur | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

Angeblich trug es sich in der Frühzeit des Funk einmal zu, dass ein Radiojournalist "Fuck" statt "Funk" verstand. Das hatte zur Folge, dass der neue Musikstil gleich einmal mit einem Sendeverbot belegt wurde. Wenn es nicht wahr ist, ist es gut erfunden, zumal Funk selbstverständlich das musikalische Synonym für Sex ist, wie nicht nur James Brown seit Jahr und Tag predigt.

Einer der treuesten Apostel von Mr. Sex Machine war Maceo Parker, der längst unter eigenem Namen tourt und demnächst auch wieder in Österreich Station machen wird. "School's In" (BHM/edel), sein aktuelles Album, setzt auf die bewährte Didaktik: Schweißtreibende, groovemaximierende Uptempo-Einheiten werden durch die eine oder andere Ballade unterbrochen. Stets aber führt das slicke Altsaxofon des mittlerweile 62-jährigen Wanderpredigers das Wort. Wenn Parker der Paulus von Brown war, dann war Fred Wesley sein Petrus. Die US-Jazzfunkformation Lettuce hat den Posaunisten der frühen James-Brown-Band für ihr Album


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