Les Misérables

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

FILM Bernd Eichingers Geiz-ist-geil-Variante eines Superhelden-Blockbusters präsentiert uns die "Fantastic Four". Vier sind sie zweifellos. 

Bernd Eichinger ist von Beruf Erfolgsproduzent. Vorigen Herbst setzte der Bayer jenem Hypochonder und cholerischen Chef devoter Sekretärinnen, den die Welt als Adolf Hitler kennt, ein Denkmal. Zum von Eichinger produzierten und geschriebenen Film "Der Untergang" meinte Popdenker Diedrich Diederichsen treffend, er übertrage die NS-Zeit aus dem Feld der Geschichte gradewegs ins krud psychologisierende Plätschern einer Krankenhaus-Soap. Nun hat Eichinger es abermals geschafft, einen (ideologisch unbedenklicheren) Stoff, der außergewöhnlicher Umsetzung bedurft hätte, zur Seifenoper abzuflachen.

  An der 1961 begonnenen Marvel-Comicserie "Fantastic Four" erwarb Eichinger vor zwanzig Jahren die Filmrechte; 1994 produzierte er, gemeinsam mit Trashfilm-Altspatz Roger Corman, eine Billigadaption der Vorlage. Auch der von Tim Story inszenierten Version,


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