IN KÜRZE

Kultur | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

Thomas Kakuska (1940-2005) Als Lehrer, heißt es, habe er allergisch noch auf kleinste virtuose Selbstdarstellungen seiner Schüler reagiert. Als Bratschist des Alban Berg Quartetts demonstrierte er seit 1981, dass die uneitle Einordnung in einen Ensembleklang nicht den Verlust musikalischer Individualität bedeuten muss. Für die Homogenität und die unvergleichlich geschmeidige Beweglichkeit seines Klangs wurde das ABQ weltberühmt, und mit ihm sein Sympathieträger Thomas Kakuska. Der geborene Wiener hatte bei Franz Samohyl studiert und als Geiger u.a. beim Wiener Streichtrio und beim Wiener Tonkünstler Orchester gespielt, ehe er das Instrument wechselte. Gelegentlich trat er auch als Solist auf, wie beim ABQ mit einem Repertoire zwischen Wiener Klassik und internationaler Moderne. Nach schwerer Krankheit ist Thomas Kakuska vergangene Woche in Wien gestorben. Seinem Wunsch gemäß soll seine Schülerin Isabel Charisius seinen Platz im Alban Berg Quartett einnehmen.

Neues von der Theaterreform


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