AUFGEBLÄTTERT

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

Dass Markus Binder ein Mann des Wortes ist, hat er in der Vergangenheit bereits mit seinen sprachspielerischen Lyrics als Vokalist des Duos Attwenger unter Beweis gestellt. Jetzt legt der Linzer sein erstes Buch vor. "Testsiegerstraße" entpuppt sich als Sammelsurium kurzer und sehr kurzer, eigener und angeeigneter Texte. Angeeigneter deshalb, weil es bis zur Seite 39 braucht, ehe Binder selber tätig wird, den Platz davor bestreitet er mit einem ausgiebigen Zitateprolog. Der Raum ist freilich nicht verschwendet, gruppieren sich hier doch Lieblinge des Autors zu einem aufschlussreichen, für den Leser höchst vergnüglichen Referenzreigen. Es sprechen in eigenen Worten: Helden der Postmoderne (Don DeLillo, Terry Eagleton), Popliteraten (Bret Easton Ellis, Alexander v. Schönburg), Denker (Adorno, Marx) und Weise (Karl Farkas, Ernst Happel). Binders eigene Texte haben es da naturgemäß nicht ganz leicht, gerade das Kapitel "Very Short Stories" mit seinen kaum mehr als fünf Zeilen langen,


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