Die Bücher des Herrn Kantner

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

STADTMENSCH Ein Mann der stillen Sensationen: Hermann Kantner entstammt einer Fleischhauerdynastie und ist seit Jahren der gute Geist eines Antiquariats. Nun eröffnet er eine Dependance. 

Oben, da ist die Mariahilfer Straße. Das ganze Jahr über Weihnachten, 365 Tage im Jahr der Tross der grimmigen Einkäufer: eine Straße zum Zahnweh-Kriegen. Unten aber ist die Oase, die Bücheroase, ist Hermann Kantner mit seinem Rauschebart und seiner sonoren Stimme. Von der Mariahilfer Straße in die Barnabitengasse, von der Einkaufsstraße in die Seitengasse: Ein kleiner Umweg, der die Ortskenntnis in jedem Sinn erhöht, und man steht im Antiquariat Kantner. Ein helles, schönes Bücherdepot, vierzig Quadratmeter groß, an den Wänden Bücherregale, Büchertische, darin und darauf ein Sortiment von österreichischer und internationaler Belletristik und Fachliteratur, dazu Raritäten und bibliophile Erstausgaben, ein gutes bis exzeptionelles Angebot, preisgünstig. Man sollte, dies ist seit Jahren


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