Troubles in der neuen Heimat

Steiermark Politik | HERWIG G. HÖLLER | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

MEDIEN Politischer Druck, Dartspfeile und Pornografie: turbulente Zeiten für Styrias Zeitungen in Kroatien. 

Für gehöriges Rauschen im kroatischen Blätterwald sorgten Ende Juni Gerüchte, Kroatiens Regierende hätten vor, die Privatisierung der Tageszeitung VecÇernji list zu revidieren. Sowohl Präsident Stipe Mesic´ als auch Premierminister Ivo Sanader hätten sich darauf verständigt, hieß es. Sie seien der Ansicht, der Verkauf der meistverkauften Tageszeitung des Landes an die Grazer Styria Medien AG im Dezember 2000 sei nur vorgetäuscht. Personalentscheidungen und die redaktionelle Linie ließen erkennen, VecÇernji list werde in Wirklichkeit nicht von der Styria, sondern von einer unliebsamen grauen Eminenz der Tudjman-Ära kontrolliert. Ein Schlüsselindiz für diese Vermutungen: Der Preis für VecÇernji list inklusive einer Zehn-Prozent-Beteiligung am kroatischen Mobilfunkbetreiber VIPnet sei viel zu gering gewesen. Styria-CEO Horst Pirker nennt einen Kaufpreis von 21,8


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