Schuldfragen

GERLINDE PÖLSLER | Steiermark Kultur | aus FALTER 28/05 vom 13.07.2005

KULTURHAUPTSTADT Nach der Rechnungshofkritik an den ehemaligen Chefs von Graz 2003 sehen diese nun eine Mitverantwortung der Stadt. 

Graz darf alles", hieß es 2003, dem Jahr, in dem Graz Kulturhauptstadt Europas war. Nahmen die Veranstalter den Slogan allzu wörtlich? Wie der Falter (Falter 22/05) berichtete, kritisiert der Rechnungshof (RH) die früheren Geschäftsführer von Graz 2003 scharf. Der Chef des Stadtrechnungshofs, Günter Riegler, beanstandet in der laufenden Prüfung, dass sowohl die Kostenrechnung als auch die Aufzeichnungen zu Preis- und Honorarverhandlungen nicht gesamthaft vorhanden sind. Die Graz-2003-Chefs Manfred Gaulhofer und Eberhard Schrempf verteidigen sich nun damit, ihre Vorgehensweise sei mit der Stadt Graz abgesprochen gewesen, vor allem mit der Vermögensdirektion, aber auch dem Kulturamt und der Liegenschaftsverwaltung. Es habe sehr umfangreiches Aktenmaterial gegeben, "und wir haben monatelang versucht, von der Stadt zu erfahren, was wir wo in welchem Umfang

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