Das Ende des ORF


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Als öffentlich-rechtliche Anstalt hat sich der ORF erledigt. Das zeigt sich gerade auch im Sport. 

Samstagnachmittag. Die erste Pyrenäenetappe der Tour der France stand an, beim ZDF und bei Eurosport. Es dauerte ein paar Minuten, bis ich realisiert hatte, was da vor sich ging. Man zeigte eine Verfolgergruppe mit dem offenbar unbesiegbaren Lance Armstrong und dessen Herausforderern Jan Ullrich und Ivan Basso, etwa viereinhalb Minuten hinter den Führenden. Wer das war, wurde erst etwas später klar: der Österreicher Georg Totschnig, allein. Irgendwo zwischen ihm und den Verfolgern fuhr noch Stefano Garzelli, der Letzte der Fluchtgefährten, den er aber schon hinter sich gelassen hatte.

  Totschnig wurde selten gezeigt, die Regie war wohl der Ansicht, die viereinhalb Minuten seien nur Formsache, vor ihm lagen noch der Port de Pailhères, eine Bergwertung der höchsten Kategorie, eine Abfahrt und ein Anstieg zum Ziel in Ax-3 Domaines, eine Bergwertung der ersten

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