Demokratie kostet

Vorwort | PETER FILZMAIER | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

KOMMENTAR Trotz der wahnwitzigen blau-orangen Spesenaffäre: Politiker bekommen nicht zu viel Geld. 

Wenn es um (viel) Geld geht, sollten Emotionen keinen Platz haben. Daher empfiehlt sich ein kühler Blick auf die Spesenaffäre von FPÖ und BZÖ. Dieser ist auch für Analysen nötig, um nicht unfreiwillig zum Erfüllungsgehilfen von Heinz Christian Strache zu werden, der seinen ehemaligen Chefs Jörg Haider und Susanne Riess-Passer horrende Spesen auf Kosten der FPÖ vorwirft. Die öffentliche Finanzierung von Parteien ist jenseits der exklusiven Ausgaben für den Privatflug-, Designerkleidungs- und Leberkäse-Party-Fetischismus von Haider, Riess-Passer & Co ein demokratiepolitisch viel zu sensibles Thema.

  Wir überlegen vor banalen Kaufentscheidungen, was das neueste Handy kostet. Mit der Frage nach den Kosten der Demokratie wollen wir uns seltener beschäftigen. Unabhängig vom blau-orangen Wahnwitz gibt es das Gefühl "Politiker bekommen zu viel Geld!". Das ist falsch, weil Politik


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