Schauriges Comeback

BERND DÖRLER | Vorwort | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

GROSSBRITANNIEN Erst am Boden, schon wieder obenauf: die unheimliche Glückssträhne von Tony Blair. 

Es gibt für die Briten gute Gründe, Premier Tony Blair nicht zu schätzen. Er hat sie über die Irakinvasion getäuscht und belogen. Er prahlt vor aller Welt über den Wirtschaftsboom im Königreich als Ausweis seiner Regierungskunst. Dabei mutet er der Bevölkerung bei Gesundheit, Bildung und öffentlichem Verkehr Dritte-Welt-Standard zu. Und er nervt sie mit seiner Gemahlin. Cherie Blair ist eine überaus erfolgreiche Anwältin. Die Mutter von vier Kindern verdient ein Mehrfaches ihres Mannes. Wie die blaue Susi aus Innsbruck geht auch sie gerne shoppen. Aber während Riess-Passer wenigstens mit einer FPÖ-Kreditkarte bezahlte, liebt es Cherie ganz auf lau. Legendär ist ihre Einkaufstour in einer Boutique im australischen Sydney: Die Besitzerin erkannte die prominente Kundin und lud sie großzügig ein, sich doch ein kleines Mitbringsel auszusuchen. Das tat Frau Blair. Es waren insgesamt

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