"Gründen wir eine Partei"

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

EU Die künftige Siemens-Chefin Brigitte Ederer und der ehemalige Vizekanzler Alois Mock, einst Architekten von Österreichs EU-Beitritt, über ihr berühmtes Busserl, weinende Botschafter, die Bilanz nach zehn Jahren und ihre nächtlichen Telefonate. GERALD JOHN und 

Der Auftritt zählt zu den berühmtesten Szenen der österreichischen Politik: Nachdem die damalige Regierung vor elf Jahren den Beitritt Österreichs zur EU ausgehandelt hatte, drückte der erschöpfte Außenminister Alois Mock der verblüfften Staatssekretärin Brigitte Ederer vor laufenden Kameras ein Busserl auf die Wange. In monatelanger Kleinarbeit hatte das schwarz-rote Duo gemeinsam den Weg in Union geebnet, als "Mister Europa" galt dennoch stets Mock. Während der konservative Niederösterreicher, heute 71, längst in Pension ist, legte die oft unterschätzte Wienerin Ederer eine beeindruckende Karriere hin: erst mächtige Finanzstadträtin von Wien, dann Managerin bei Siemens. Mit Jahresende steigt Ederer zur


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