Macht mobil

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

TERROR Die digitale Telefonüberwachung soll ausgebaut werden. Handys dienen mit ihren digitalen Datenspuren der Polizei schon heute als Peilsender und revolutionieren die Verbrecherjagd. Das birgt Gefahren für alle - aber auch Chancen. 

Nachdem Islamisten vergangenes Jahr in Spanien zwei Züge in die Luft gesprengt hatten, klingelte ein Telefon. Es lag in einer Tasche, die aus den explodierten Zügen geborgen und in einer Polizeistation sichergestellt worden war. Per Mobiltelefon sollten zwölf Kilogramm Dynamit gezündet werden. Zum Glück versagte der Handyzeitzünder. So konnten die Polizisten der Frage nachgehen, wer 24 Stunden nach dem Blutbad gerade diese Handynummer angerufen hatte. Nach der sogenannten "Rufdatenrückerfassung" wurden fünf Männer verhaftet, die schon einmal in Terroranschläge (in Casablanca) verwickelt gewesen waren.

  Nein, es geht längst nicht mehr ums Abhören von Gesprächen. Das dauert lange, fordert Personal und Zeit. Es sind die Datenspuren der Handys,


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