UNI-MISERE

Die Chronologie des Debakels

Politik | SASKIA JUNGNIKL | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) raufen Deutsche mit Österreichern um die heimischen Studienplätze. Die Parteien dieses Landes schieben die Verantwortung hin und her. Aber wer trägt Schuld an der Misere? Die Gründe und die Chronologie des universitären Skandals.

  Zunächst versagte das Frühwarnsystem. Die Europäische Kommission verklagte Österreich im März 2003 wegen Diskriminierung ausländischer Studenten. In Österreich durften ja nur jene Ausländer studieren, die in ihrem Heimatland einen Studienplatz vorweisen konnten. Schon im Jänner dieses Jahres hielt der EU-Generalanwalt sein vernichtendes Plädoyer. Ab da schien klar, dass der Prozess für Österreich verloren war.

  Es folgten naive Beschwichtigungen. VP-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und die damalige FPÖ-Wissenschaftssprecherin Magda Bleckmann warnten davor, in Panik zu verfallen. "Da es frühestens im März ein Urteil gibt, ist es nicht zweckmäßig, übereilte Maßnahmen zu setzen",


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