PRESSESCHAU

Medien | GERALD JOHN | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

Die Geschichte von Rot-Grün ist eine Geschichte voller Missverständnisse - und seit vergangener Woche um ein Kapitel reicher. In Format musste der grüne Parteichef Alexander Van der Bellen lesen, dass ihn die Sozialdemokraten für einen Fundi halten. Das Politmagazin mit dem Wirtschaftstouch hatte rote und schwarze Politiker eingeladen, die Regierungsfähigkeit der Grünen zu beurteilen. Ausgerechnet dem Ökonomieprofessor Van der Bellen, der seiner Partei aus purem Realitätssinn sogar Studiengebühren und Abfangjäger zumuten will, gaben die SP-Juroren in der Kategorie Fundifaktor auf einer Skala von eins bis fünf die Note vier. Eine späte Rache, weil VdB als SP-Mitglied Ende der Siebziger keine Beiträge mehr gezahlt hatte? Oder haben Ex-Genossen den grünen Chef einmal mit Herrgottschlapfen, Schlabberpulli und Jutesack ertappt? Keineswegs, heißt es aus dem SPÖ-Klub. Wegen unklarer Instruktionen aus der Format-Redaktion sei bloß ein Irrtum passiert: "Man sagte uns, je höher die Note, desto mehr Realo. Wir halten Van der Bellen bestimmt für keinen Fundi."


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