"Das ist also Regie!"

WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

THEATER Der Kärntner Regisseur Martin Kusej ist neuer Schauspielchef der Salzburger Festspiele. Ein Gespräch über Barbaren und Regisseure, über Spaß und Wut, über Grillparzer und "Jedermann". 

Für das Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele ist heuer erstmals Martin Kusej verantwortlich. Der 44-jährige Kärntner gehört zu den profiliertesten Regisseuren der Gegenwart; der starke konzeptionelle Zugriff und die alptraumhaften Bilder sind wesentliche Merkmale seines Stils. Nachdem der frühere Handballer mit seiner Grazer Inszenierung von Grillparzers "Der Traum ein Leben" 1992 erstmals überregional Aufsehen erregt hatte, arbeitete er in Deutschland, ehe er 1999 mit Grillparzers "Weh dem, der lügt!" am Burgtheater debütierte; Schönherrs "Glaube und Heimat" (2001) und Horváths "Glaube Liebe Hoffnung" (2002) folgten. Seit 1998 ist KusÇej auch als Opernregisseur erfolgreich.

  Bei den Salzburger Festspielen inszenierte er "Hamlet" (2000) sowie, jeweils mit Dirigent Nikolaus

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