Die Dinge des Lebens

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

THEATER Das beste Stück des Sommers: Der flämische Regisseur Jan Lauwers zeigt bei ImPulsTanz seinen Welterfolg "Isabella's Room". Die Hauptrolle spielen Hunderte Objekte aus der Sammlung seines verstorbenen Vaters. 

Von Jan Lauwers kann man lernen, wie man lässig eine Bühne betritt. Der Regisseur, der einen weißen Anzug trägt, schlendert mit seinem Ensemble herein, als wäre er auf Urlaub und gerade auf dem Weg zum Frühstücksbuffet. "We are Needcompany", sagt er zur Begrüßung. Dann stellt er die Schauspieler und ihre Rollen vor, zum Schluss sich selbst: "I play the man in the white suit."

  Es ist nicht das erste Mal, dass Jan Lauwers in einer seiner Inszenierungen auf der Bühne steht. Aber diesmal spielt er keine Rolle, er ist als Jan Lauwers da. Das Stück heißt "Isabella's Room" und ist seinem Vater Felix gewidmet, der nach seinem Tod vor drei Jahren eine mehr als viertausend Objekte umfassende ethnografische Sammlung hinterlassen hat. "Ich bin mit dieser Sammlung aufgewachsen,


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