Spinnen im Netz

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

NETZKULTUR Über die Subventionen für Wiener Netzkulturvereine soll künftig via Internet-Voting entschieden werden. Vor allem Szeneplatzhirsch Public Netbase ist von der Idee nicht begeistert. 

Vor zehn Jahren hießen Zugbegleiter noch Schaffner. Menschen froren in verglasten Käfigen, die man Telefonzellen nannte. Und wenn jemand nicht gerade ein mit Computern vertrauter Wissenschaftler war, so kam er in ein baufälliges Büro in das MuseumsQuartier (MQ), um in der Public Netbase eine E-Mail zu versenden. Das MQ war damals noch ein Messegelände, und mit etwas Glück bekam der User von der Public-Netbase-Mitarbeiterin Marie Ringler eine E-Mail-Adresse zugeteilt; heute sitzt sie für die Grünen im Gemeinderat.

  Computervereine wie die Public Netbase oder das Rotterdamer Institute for the Unstable Media V2- waren wichtige Vorreiter eines noch nicht kommerzialisierten Cyberspace. Sie machten Künstlern die neuen Technologien zugänglich und luden Theoretiker ein, um über neue Gemeinschaftsformen


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