It's the real thing

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

LONDON SOUNDFILES Ein E-Mail-Wechsel mit Aki Nawaz, dem Mastermind der britischen Band Fun-Da-Mental, zeigt, wie tief der Pop-Appeal des Dschihad in die Londoner Szene vorgedrungen ist. 

Pop mag kein gutes Transportmittel für differenzierte politische Botschaften sein, aber in Sachen plakative Gesten ist er unschlagbar. Die Londoner Bevölkerung bedurfte letzte Woche dringend eines Zeichens, dass ihre an kultureller Vielfalt reiche, aber an interkulturellen Kontakten immer noch viel zu arme Stadt sich von den Terroranschlägen nicht spalten lassen würde. Vergangenen Samstag fand im Burgess Park in London unter dem Motto "London United" ein von Bürgermeister Ken Livingstone initiiertes Festival statt. Neben dem bei solchen Anlässen unvermeidlichen Billy Bragg spielten da unter anderem Madness-Veteran Suggs, R&B-Sänger Lemar und Rapper wie Kano und die Mitchell Brothers; doch was dem am Donnerstag veröffentlichten Line-up abging, war eine dezidiert islamische Stimme.

  Yusuf Islam


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