AUFGEBLÄTTERT

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

Der deutsche Musiker, Autor und Journalist Thomas Meinecke ist eine echte Einserbank in Sachen Popkultur; oft genügt ein Stichwort, und die Assoziations-, Reflexions- und Anekdotenmaschine wird bei ihm angeworfen. In "Plattenspieler" spricht Meinecke mit dem DJ und Journalisten Klaus Walter und dem Schriftsteller und Musiker Frank Witzel - alle drei Jahrgang 1955 - anhand der eigenen Biografien als Musikhörer und -fans über die sozialisierende Wirkung bestimmter Platten, die Funktion von Pop als Spiegel politischer Ereignisse, falsche Helden, echten Glam und gemachte Männlichkeit, Drogen, Sex, Roxy Music, Techno und die RAF und darüber, warum Meineckes Eltern ihn durch Henry Miller zwar sehr früh über sexuelle Ausschweifungen aufklärten, Politik aber zumindest so lange tabu war, bis der junge Thomas am 1. Juni 1967 in Hamburg zufällig dem Schah begegnete. Aus dem Individuellen heraus entsteht so eine ganz spezifische Form von Geschichtsschreibung, wobei man nicht unbedingt männlich


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