Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

Sex

Sommerbrüste (2) Männern wird nachgesagt, zu wenig mit Frauen zu reden. Zu Unrecht: Wir kommunizieren ununterbrochen - mit den Brüsten. Auf offener Straße quatschen uns die Dinger dauernd an, wobei manche echt aggressiv werden können. "Gibt's was zum Schauen?", blaffen sie. "Ned amoi dran denken!", höhnen andere. Aber das sind Ausnahmen. Die meisten sagen freundlich "Hallo!", und nach ein wenig Smalltalk ("Sehen wir uns später?" - "Geht nicht, die Chefin muss nach Hause!") gehen wir alle drei beschwingt unseres Weges. Merke: Wenn Männer mit offenem Mund vor Brüsten stehen, ist das völlig harmlos. Wir reden nur! W. K.

Fussball

Red-Bull-Blues Dass eine mit Routiniers aus Pasching, von italienischen Absteigern und der Bayern-Ersatzbank bestückte Mannschaft von vielen Experten als heißer Meisterkandidat gehandelt wird, ist nach dem ersten Match von Red Bull Salzburg noch schwerer nachzuvollziehen. Nicht ganz unverständlich auch der Unmut jener Salzburg-Fans, die gegen die "Umfärbung" der Vereinsfarben (Blau statt Violett) protestieren (abgesehen davon sehen die Dressen auch noch scheiße aus). Gut, dass Didi Mateschitz nicht Rapid gekauft hat! W. K.

Mädchenzimmer

Mein großer Bruder (2) Kaum schlachtest du dein Privatzeug kolumnenmäßig aus, gibt's Missverständnisse. So ist der damals 19-jährige Jüngling, den ich mit 15 kennen lernte und den ich hier vergangene Woche als großen Bruder eingeführt habe, natürlich nicht mein biologischer Bruder, sondern mein bester Freund - quasi großer Bruder, selbst ausgesucht. Dieses Pseudoverwandschaftsdings passt für uns auch, weil er einen symphatischen Tick hat: Er betrachtet seine Freunde als eigentliche Familie. Das kann ab und zu allerdings etwas nerven. Ich sage nur "Nibelungentreue", nachzulesen nächstes Mal. J. O.


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