STADTRAND

Chlor and Order

Stadtleben | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

Wer glaubt, Law and Order, so was können die Amis am besten, der war noch nie in einem Wiener Schwimmbad. Weil dort gibts nur ein Gesetz und das heißt Bademeister. Da brauchst du dir keine Frechheiten rausnehmen, Arschbomben ins volle Becken, vergiss es. Darauf zu schauen, dass sich die Leute nicht gegenseitig auf den Schädel springen ist ja okay, aber manchmal übertreiben es die Damen und Herren in Weiß. Wie etwa die Bademeisterin im Kongressbad, die eine Mutter mit T-Shirt, die ihr Kleinkind im Wasser festhält, aus dem knöchelhohen Babybecken stampert - weil Textilien im Wasser sind verboten. Da hilft es auch nicht, zu argumentieren, die Sonne brenne brutal auf den nackten Rücken, man käme mit dem Wasser ja eh nicht in Berührung - weg mit dem Leiberl! Oder der Kollege, der Freitag zwei Minuten nach sieben noch kurz ins Gänsehäufel will. Blöd, dass ab Punkt sieben kein Einlass mehr ist. Das Badeorgan lässt sich dann zwar doch erweichen, weil die Freunde warten drinnen, winkt mit einem "ausnahmsweise" gnädig durch. Um dann beim Rausgehen noch mal klar zu stellen: "Das machen wir nicht mehr!" J.O.


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