Manisch botanisch

THOMAS PRLIC | Stadtleben | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

RAUS AUS WIEN Teil drei der "Falter"-Ausflugsserie führt diesmal in den weitläufigen Landschaftsgarten Harrachpark in Bruck an der Leitha. 

Der Harrachpark in Bruck hatte früher einmal schnurgerade Wege und streng geometrisch angeordnete Grünanlagen. Dann kam Graf Johann Nepomuk Ernst Harrach, machte die meisten Wege krumm und aus dem Barockpark einen Landschaftsgarten nach englischem Vorbild. Der botanikvernarrte Graf ließ die Gewässer der Leitha-Au regulieren, integrierte alte Flussarme in die Anlage, ließ seltene Bäume aus fernen Ländern pflanzen und machte den Park damit zu einem aufsehenerregenden Gartenbaukunstwerk. Das war vor 200 Jahren.

  Viele der damals gepflanzten Baumraritäten kann man bei einem Spaziergang durch den 56 Hektar großen Park heute immer noch sehen. Auf Schotterwegen flaniert man hier durch Wiesen mit im Wind wogenden, wilden Gräsern und Blumen, über kleine Brücken überquert man die alten Flussarme. Am Wegesrand stehen uralte Eichen, dicke Platanen

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