Vorwort

Auf der schiefen Bahn

Steiermark Vorwort | THOMAS WOLKINGER | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

Was hat sie nur geritten? Die Steirische Volkspartei ist vergangene Woche im Zuge der Affäre um fingierte Leserbriefe und Internetpostings in ein veritables PR-Desaster galoppiert. Das Selbstbild der kuscheligen, staatstragenden Miteinander-Partei ist binnen weniger Tage dem Bild einer Partei gewichen, die mit großer Selbstverständlichkeit die öffentliche Meinung manipuliert und auf Kritik mit zynischen Gegenangriffen reagiert. Die Entschuldigung von Landeshauptfrau Waltraud Klasnic von Anfang vergangener Woche hat in der eigenen Partei leider keine nachhaltige Vorbildwirkung entfaltet.

 

Im Gegenteil: Der politisch für "Lettergate" verantwortliche Parteigeschäftsführer Andreas Schnider hat sogar noch ein Schäuferl nachgelegt. Den Grünen, deren Chefin Ingrid Lechner-Sonnek das von zwei Studenten entdeckte Giftpapier aus einer internen Medienschulung an die Öffentlichkeit gebracht hatte, hat er "Watergate"- und "Stasi-Methoden" vorgeworfen, einen der Studenten sogar mit Klage bedroht.


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