STADT LAND

Steiermark Politik | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

STEIERMARK Fairnessabkommen liegen im Trend: Auch das steirische BZÖ hat sich ein solches überlegt. Der Inhalt: Keine Partei darf mehr als 500.000 Euro für den Wahlkampf ausgeben, und "persönliche Untergriffe, die Verbreitung von Unwahrheiten oder die Zerstörung von Wahlplakaten anderer Parteien sind verboten." Dass sich die steirischen Politiker mit solchen Regeln nicht ganz leicht tun, hat erst kürzlich die Anleitung zum Leserbriefschreiben der steirischen VP gezeigt. Jetzt will sich Landesgeschäftsführer Andreas Schnider gleich für fünf Jahre an das BZÖ-Fairnessabkommen binden. Ein ehrgeiziges Ziel. Mit dem finanziellen Rahmen haben sowohl SPÖ als auch ÖVP Probleme, stehen ihnen doch 2,5 Millionen Euro für den Wahlkampf zur Verfügung. Einer Gesprächsrunde zum Thema blieben Grüne, FPÖ und SPÖ fern.

GRAZ Geht es nach dem Grazer Medizinuni-Vizerektor Gilbert Reibnegger, blüht angehenden Medizinstudenten in Graz bald ein Numerus-clausus-System. Wer ein gutes Maturazeugnis vorzuweisen hat, könnte bei der Aufnahme zum Studium bevorzugt werden. Reibnegger will so Nachteile für österreichische Studenten verhindern. "Die EU zwingt uns, ein NC-System nach dem Vorbild des großen Bruders zu übernehmen", so der Vizerektor. Im kommenden Studienjahr werden noch alle Anmeldungen angenommen. Von den voraussichtlich tausend Studierenden sollen nach einem Semester an die 900 ausgesiebt werden.

STEIERMARK Arbeitsmarktservice-Landesgeschäftsführer Karl Heinz Snobe schlägt Alarm: In der Steiermark sind heuer um fast sechs Prozent mehr Menschen arbeitslos als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit liegt das Bundesland deutlich über dem Österreichdurchschnitt mit einem Plus von 2,48 Prozent. Bei den Frauen stieg die Arbeitslosigkeit in der Steiermark sogar um mehr als sieben Prozent. Zusätzlich befinden sich 3627 Frauen in Schulungen. Prekär die Lage auch bei den Lehrlingen: Auf eine freie Lehrstelle kommen zwei bis drei Anwärter.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige