BEST OF LEPENIK

Von Schwarz bis Weiß

Steiermark Kultur | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

Fetish 69: Antibody (1993/Nuclear Blast)

Robert Lepenik wetzte bei der kompromisslos dröhnenden Industrial-Combo mit Hang zum Noise, die vom gröhlenden FM4-Moderator Christian Fuchs angeführt wurde und sich 2003 auflöste, die Riff-Gitarre. "Antibody" ist jene Platte, auf die sich die meisten einigen können werden: obszöne Texte, die ins Mikro gekotzt werden, darunter wüste Beats und dröhnende Geständ- und Bekenntnisse, inklusive der legendären industrialisierten Coverversion von Human Leagues "Being Boiled".

Lepenik: Atoll K (2000/tonto)

Lepeniks erste Solo-CD auf dem Grazer Experimental-Label tonto ist eine Reise ins Unterbewusstsein musikalischer Strukturen und Formen: Lose Samples, verwischte Gitarrenharmonien, subsonische Melodiebögen und Effekt- und Frequenzmodulierungen ad lib. sind diesem Silberling eingefräst.

LALELOO: Same (2001/tonto)

LALELOO bezeichnet Lepeniks gemeinsames Projekt mit dem Neue-Musik-Komponisten Bernhard Lang. Die beiden spielen looporientierte improvisierte Elektronik, die live durch Visuals von Edda Strobl unterstützt wird. Das erste Album der Kooperation erschien ebenfalls auf tonto und bietet Knistern und Knarzen galore.

Lepenik: music with words - rhythms for dancing (2005/Genesungswerk):

Ein intimes Werk mit Hang zur Schräglage. Songfragmente stoßen auf zerhackte Beats und außerirdische Taktschemata in ungewöhnlichem Frequenzgewand. Lepeniks private Soundtüfteleien und Klangarrangements, deren roter Faden das akustische Experiment ist, sagen ganz laut "Melancholie!". Gedichte von Leonhard Cohen stellen die lyrische Basis für drei Tracks dar.

Melville: 17 TV Themes (2005/Zeiger Records in Kooperation mit Crew 8020)

Zwei Silberlinge: einer mit den Originaltracks von Robert Lepenik, einer mit Neuinterpretationen dieser Tracks von Musikern der unterschiedlichsten Szenen und Genres. In den Nummern von Melville tritt Lepeniks Liebe zum Kino, zu den legendären Streifen der Fünfziger- und Sechzigerjahre zum Vorschein.


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