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Begriffe und tja ...

Steiermark Stadtleben | aus FALTER 29/05 vom 20.07.2005

Die Kette der Anlässe zum Grübeln, wie verschieden die Menschen sind und wie verschieden wir Begriffe deuten, reißt um die Burg nicht ab. Oder um die Wurst? Sage ich ja. Ich lese, was Sozialdemokraten unter Heilbehandlung verstehen und was Holger Meins von der RAF 1974 über Zwangsernährung schrieb. Tja. Dabei fällt auf, was bei Gewalttätern stets auffällt: gnadenlos gegen andre und erbärmlich verheult, wenn's um einen selber geht. Und was z.B. meint die Evolution mit Darwin und wo will sie mit Schönborn hin? Tja.

  Da meditieren wir lieber über Schuhkauf. Was denken Sie und ich dabei, was ein Minister? Sie und ich sind gelotst von der Vision, man ginge ins Geschäft, probierte, wählte zu Größe von Fuß und Börsel Passendes, zahlte und ciao. Über so viel Unverstand schüttelt Bartenstein den Kopf. Wohl auch über den Umstand, dass Esel wie Sie und ich wählen dürfen.

  Dann wollte ich wissen, was steirische Grüne z.B. über Arbeitslosigkeit sagen und stierlte ein bissl auf ihrer Website herum. Zu Arbeit geht kein Wegweiser, wohl aber zu Soziales. Was versteht man - grün auf weiß im Juli 2005 - darunter? "Betroffenheit über den Tod des Papstes." Soziales? Naja. Der Begriff, den sich die teuflisch aktuelle Betroffenheit vom Ganzen macht, suhlt sich im Areal zwischen Rührung, Schulterzucken, Hohn und blankem Entsetzen. Tja.


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