Was wichtig ist


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 30/05 vom 27.07.2005

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Lärm, Lob und Häme für Robert Menasses Rede. Der ORF privatisiert sich derweil in aller Stille. 

Kürzlich war in der New York Times eine Serie von Fotografien zu sehen, in der man über sechs Vergrößerungsstufen von einer Ansicht der Erde, aus dem Weltall gesehen, zu einer detaillierten Aufnahme des eigenen Schrebergartens gelangt. Es kommt immer auf die Perspektive an, und alles ist relativ. Zum Beispiel die Ironie des Chefredakteurs der Presse, der nun den Auftritt des Schriftstellers Robert Menasse als Salzburger Festspieleröffnungsersatzredner bereits ausgiebig ironisierte, ehe dieser stattgefunden hatte. War es nicht die Presse gewesen, die vor kurzem einem gewissen Menasse ungefähr sieben Seiten ihrer Samstagsbeilage "Spectrum" zur Verfügung gestellt hatte, um mit dem Land abzurechnen? Der mächtige Verlagsleiter der Styria nannte diesen Text später ein erfolgreiches Beispiel des Blattes im Kampf um die Debattenhoheit, oder so.

Die debattenmäßige

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