License to kill

Vorwort | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 30/05 vom 27.07.2005

GROSSBRITANNIEN Die Erschießung eines Verdächtigen zeigt, wie Terrorbekämpfung in Rassismus umschlagen kann. 

Wie hatte der Chef der Metropolitan Police, Sir Ian Blair, am Tag der fehlgeschlagenen Anschläge so schön gesagt? Die Jagd nach den Attentätern und ihren Drahtziehern sei ein Fall, "den wir nur gemeinsam mit den Communities lösen können". Der betont sachliche Namensvetter des vergleichsweise emotionalen Premiers wich in seinen gewählten Worten allen Bezügen auf spezifisch ethnische Merkmale oder islamistische Motive der gesuchten Attentäter konsequent aus, um nur ja keine unerwünschten Antagonismen zu wecken.

  Einen Tag später war die Liebesmüh dahin. Fünf schnelle Schüsse in den Hinterkopf des irrtümlich verdächtigten brasilianischen Elektrikers Jean Charles de Menezes zerstörten jegliche heraufbeschworene Illusion eines gegen den Terror vereinten London.

  Das alte Klischee des freundlich alerten, antiquiert uniformierten Bobby, der ohne Schusswaffe in den


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