Powerfrau im Bunker

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 30/05 vom 27.07.2005

ÖVP Erst das Pisa-Debakel, nun das Chaos an den Unis: Nach zehn Jahren als Bildungsministerin fällt die Bilanz Elisabeth Gehrers bescheiden aus. Woran ist die schwarze Hoffnungsträgerin gescheitert? 

Elisabeth Gehrer kann nichts so schnell erschüttern. Als Mutter von drei Söhnen ist sie einiges gewohnt. Dass einer ihrer Sprösslinge im Gymnasium sitzen geblieben ist, hat sie, mein Gott, weggesteckt. Doch nun, da dem Filius im Wiederholungsjahr schon wieder ein Nachzipf droht, allerdings in zwei anderen Fächern, platzt der Hausfrau aus Bregenz der Kragen. Forsch stellt sie die Lehrer zur Rede: Wie kann es sein, dass der Sohn in einem Jahr alles verlernt hat?

  Wer in Österreich in dem einen oder anderen Fach durchfällt, muss in der Regel die ganze Klasse wiederholen - eine demoralisierende Sitte. Elisabeth Gehrer hätte es in der Hand gehabt, diese und viele andere altmodische Regeln in den Schulen zu beseitigen. Die schlechte Erfahrung des Sohnes trieb die Mutter in die Politik:


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