Schwarze Nacht

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 30/05 vom 27.07.2005

POLIZEI Ein internes Polizeiprotokoll illustriert, wie Wiener Polizisten auf höchste Weisung eine Nacht lang nur Afrikaner ins Visier nehmen mussten. 

Es war eine schreckliche Serie von Raubüberfällen, die Wiens Postler Anfang März in Angst versetzte. Posträuber hatten drei Postboten überfallen und zum Teil schwer verletzt. Wiens Polizeidirektor Roland Horngacher griff zum Telefon und gab die später schriftlich festgehaltene Weisung, "bei Wahrnehmung von zwei Schwarzafrikanern" sofort eine Perlustrierung vorzunehmen (der Falter berichtete).

  Erfahrene Polizisten warfen Horngacher damals Rassismus vor. Es sei nicht nach konkret beschriebenen Verdächtigen gesucht worden, vielmehr schlicht alle Afrikaner der Stadt unter Generalverdacht gestellt worden. Der Polizeidirektor wies die Vorwürfe zurück. Er müsse die Raubserie aufklären - und die sei eben von Afrikanern begangen worden. In einer späteren Weisung wurde die Weisung von Polizeipräsident Peter Stiedl "ergänzt". Nicht


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