FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 30/05 vom 27.07.2005

Meine Friseurin hat einen uncharmanten Ausdruck parat, wenn Männer wie Rainhard Fendrich ihren Salon betreten. "Ein Kackbrauner", zischelt sie dann höchst unprofessionell und wir hauen uns ab. Jetzt ist es natürlich nicht Fendrichs größtes Problem, dass er sein Haar unwürdig bräunlich färbt, aber es fügt sich ganz gut in das System Rainhard Fendrich. Das kann man sich derzeit in der jenseitigen ORF-Sommershow "Deal or no Deal" anschauen, wo Fendrich mit seinem überg'standenen Schwiegersohncharme Geldkoffer verteilt, blondperückte Tussiklone müssen dazu in kurzen Rockerln posieren. Opafernsehen, langweilig, vorgestrig, und Fendrich nervt mit seinem "Wiener Schmäh" und dem, was nur er für Galanterie hält. Unverständlich, dass der Mann immer wieder eine Show bekommt. Haben wir bei der "Millionenshow", bei "Herzblatt" und diversen Fendrich-CD-Vermarktungs-Singshows nicht schon genug gelitten? Dabei geht der einzig echt gute TV-Auftritt Fendrichs in den letzten zehn Jahren völlig unter: seine rasend peinliche Abrechnung mit Exfrau Andrea auf ATVplus.


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