Gastgartenfreunde

Stadtleben | aus FALTER 30/05 vom 27.07.2005

SCHUTZHÄUSER Ursprünglich dienten sie Schrebergärtnern als Zufluchtsort, bei Hagel, Blitz und Schnürlregen, mittlerweile schätzen nicht nur die Besitzer von Kleingärten die Schutzhäuser rund um Wien - natürlich eher bei Schönwetter und vor allem wegen ihrer schönen Gastgärten.

Es gab ja nichts! Nicht mal ein Dach überm Kopf. Weil in früheren Zeiten Kleingartenbesitzer ihre Parzellen nicht mit Palästen, Schlössern oder Burgen voll stellten, sondern wirklich Obst und Gemüse anbauten, brauchten sie einen Ort, an dem sie bei Unwetter im Trockenen sitzen konnten. So findet sich bis heute in fast jeder Wiener Schrebergartenanlage ein sogenanntes Schutzhaus, das gleichsam Dorfwirtshaus der jeweiligen Siedlung ist, aber oft auch von der entsprechenden Kolonie als Vereinsheim genutzt wird. Und weil sich Kleingärten meist inmitten von dicht verbautem Gebiet befinden und die Anrainer dort ebenfalls mal gerne im Grünen sitzen, sind die Schutzhäuser auch bei Nichtgärtnern äußerst

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